Feuerbrand

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Der Feuerbrand, eine gefährliche Bakterienkrankheit, weiche unsere Kernobstbäume (Äpfel, Birnen, Quitten) sowie Zier- und Wildsträucher wie Cotoneaster, Feuerdorn, Stranvaesia, Scheinquitte, Vogelbeere, Weissdorn, und Mehlbeere befällt, hat im letzten Jahr in der Ost­schweiz schwere Schäden an den Obstanlagen angerichtet. Der Kanton Solothurn blieb im Jahr 2001 im Gegensatz zu allen umliegenden Kantonen dank den konsequenten Rodungsaktionen von befallenen und hochanfälligen Zierpflanzen von Neuinfektionen ver­schont. Es ist aber nach wie vor höchste Wachsamkeit geboten. Wir bitten alle Garten­besitzer, weiche feuerbrandgefährdete Arten besitzen, diese Pflanzen während der Austriebs- und Blütenzeit im Auge zu behalten und auf folgende Symptome zu achten:

Die Infektion der Pflanzen erfolgt während der Austriebs- und Blütezeit besonders bei warmem, feuchten Wetter (tägliche Durchschnittstemperatur über 15°). Die Bakterien werden durch Insekten, Wind, Vögel, Regen oder Schnittwerkzeuge übertragen, dringen über die Blüten oder unverholzten Triebe in die Pflanze ein, breiten sich von der Infektionsstelle innert kürzester Zeit in der ganzen Pflanze aus und bringen sie oft schon innerhalb einer Vege­tationsperiode zum Absterben. Kurze Zeit nach der Infektion welken befallene Blüten, die jungen Triebe biegen sich u-förmig nach unten und die befallenen Organe verfärben sich schwarz, ohne dass Blüten und Blätter abfallen. Die Rinde wird stellenweise rissig und darunter ist das Gewebe feucht, schleimig und rotbraun verfärbt. Die Bakterien werden nach aussen als milchig-weisse Schleimtropfen ausgeschieden, welche sich an der Luft rotbraun verfärben. Zur Zeit gibt es keine wirksamen Bekämpfungsmittel. Als Abwehrmassnahmen kommen nur regelmässige Befallskontrollen während der kritischen Zeit und sofortige Rodung und Vernichtung befallener Pflanzen durch Fachleute in Frage. Wenn Sie an ihren Pflanzen verdächtige Symptome feststellen, sind Sie gesetzlich verpflichtet, ihren Verdacht unverzüglich zu melden. Der Verantwortliche für die Bakterienkrankheit Feuerbrand und die invasiven Neophyten (zB. die meldepflichtige Ambrosia) ist in den Gemeinden Küttigkofen, Kyburg-Buchegg und Brügglen Hansueli Zimmermann aus Kyburg. Bei Unklarheiten und Fragen wenden Sie sich bitte direkt an den Fachmann. Seine Anschrift:

Hansueli Zimmermann, Gärtner, Talstr. 11, 4586 Kyburg-Buchegg; 032 661 14 31

Wir danken Ihnen für ihr Verständnis und ihre Mithilfe bei der Eindämmung dieser gefähr­lichen Obstbaumkrankheit.

Mit freundlichen Grüssen

Die Umweltkommissionen von Brügglen, Küttigkofen und Kyburg-Buchegg