Geschichte
Das Dorf ist typisch für die Alemannen, welche ihre Dörfer in einer Bachniederung gründeten, während die Römer ihre Gutshöfe auf Anhöhen errichteten.
Namensforscher vermuten, dass der Name Küttigkofens auf einen Alemannen namens «Cuto» zurückgehen könnte, der sich vor vielen hundert Jahren hier niederliess. Möglicherweise hiess das Dorf ursprünglich «Cutoinghofen», was frei übersetzt «die Leute auf dem Hofe des Cuto» bedeutet. Erstmals wird das Dorf 1316 genannt: Ein Solothurner Bürger schenkte dem Zisterzienserinnen-Kloster Fraubrunnen in Küttigkofen eine Schuppose Land (1 Schuppose = ca. 15 Jucharten). 1370 wird das Dorf "Küttikon" genannt, bekannt ist auch die Bezeichnung eines Dorfteils "Oberchüttigkofen". Wohl der erste Küttigkofer wird 1344 genannt, ohne Geschlechtsname, wie es damals noch Brauch war: Peter von Küttigkofen.
Das Dorfwappen ist eine Schöpfung aus dem Jahre 1939 und wurde im Hinblick auf die Landesausstellung in Zürich kreiert. Die Tauben («Chutter» genannt) haben nichts mit der Geschichte des Dorfes zu tun; die Buche demgegenüber schon, denn sie gehört zum «Buchenberg» und ist natürlich auch in den Wäldern Küttigkofens zu finden.
Charakteristisch für das Mülital - in dem Küttigkofen liegt - aber auch für das benachbarte Biberntal ist die SW-NO-Ausrichtung, was die beiden Täler dem Rhonegletscher zu verdanken haben, der sie während der letzten Eiszeit vor ungefähr 10'000 Jahren formte. Für beide Täler ebenso charakteristisch ist die Kammerung der Tallandschaft mit teils weiten Mulden, teils engen Talböden von oft nur wenigen Metern Breite und bewaldeten Halden oder Hängen. Das rund 7 km lange Mülital erstreckt sich von Aetigkofen (610 müM) bis Küttigkofen (478 müM). Das Wasser und die Wasserkraft des Baches wurden wie in den andern Gemeinden, die Anteil haben am Mülital, stets genutzt: in Küttigkofen durch eine Mühle und eine Sägerei, aber auch zur Wässerung der Matten.
Das Dorf wird einerseits flankiert vom Oberholz mit der «Höchi», andererseits vom Altisberg. Die «Höchi» ist nicht nur eine fruchtbare Erhebung nordöstlich des Dorfes, sondern auch einer der schönsten Aussichtspunkte im Bucheggberg, mit einer schönen Sicht über das Limpachtal hinüber zu den Voralpen und Alpen.
Lesen Sie, was im historischen Lexikon der Schweiz über Küttigkofen steht.




